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Auch nur mit Wasser!

Sonntag, 22. August 2010

Auch nur mit Wasser!Das habe ich schnell bemerkt, dass es keine Knechte und Mägde mehr in den Wirtshäusern gibt. Wie leicht hatten wir vor zweieinhalb Jahrhunderten genügend fleißige Hände bei der Hand, die frisches Wasser in die Hofküchen trugen, wo es auf einem Herd in Kesseln gewärmt wurde.Wer aber beschreibt mein Erstaunen, als jüngst Eisenschränke in die Residenz-Gaststätten gefahren wurden, so hoch, wie wenn ein ausgewachsener Mann dem andern auf die Schultern kletterte, und breiter als ein wuchtiger Athlet!

Wunderwerk der TechnikDie erste dieser Maschinen, erfuhr ich, sei der Heißwasserbereiter. Und die zweite? Nun, es werde nicht nur mit Wasser gekocht, sondern auch gekühlt. Das zweite, außen so baugleiche Aggregat beherbergt eine Vorrichtung zur Erkalten.

So es mir je in den Sinn kommt, klabauterhaft zu spuken und zu pölterern, so werde ich beide Geräte miteinander verbinden: Fließt Zimmertemperatur rein – fließt Zimmertemperatur raus: ein Wunderwerk der Technik, ersinnt der allerbestens informierete und dem beliebten Leser und der noch geliebteren Leserin seine Grüsz biss zum nächsten Mahle entbietende
Barthel Michaelis, Rokokoblogger

Ernte im Farbfeld

Freitag, 13. August 2010

Dieser Tage bereitet es ein besonderes Vergnügen, den künftigen Residenz-Gaststätten (diesem Würzburger Nightlife-Highlight in puncto Weinkultur und Event-Catering) einen Besuch abzustatten. Es stellte sich den Ausstattern dieser Gastro-Location (fürs Hochzeiten-Feiern und andere Feste und Feten) die Frage: rot oder blau?

rot oder blau?Die Wände nach außen hin, zu Park und Parkplatz, ließen sich im Innenraum probehalber rasch in der fraglichen Farbe anstreichen. Allein, ein Einbau in der Saalmitten, der Aufzug neben der langen Theke, der fehlte noch. Um den endgültigen Eindruck jetzt schon herbei zu zaubern, scheute man keine Mühe: Holzverkleidungen wurden bis zu der vier Meter hohen Decke auferrichtet, nur um eine Simulation zu haben und dies Carree dann einfärben zu können. Und hinterher wieder abreißen.
Immerhin, so kam man auf die Lösung: ein tiefes Tintenblau und ein Rot (nüanziert zwischen dem Ziegel- und dem königlichen Sammet-Ton) – dies beides zusammen steht den Räumen am besten.
Trotz der dunklen Farben werden die Gasträume licht genug sein. Dafür sorgen nicht nur erfindungsreiche Lampen, sondern auch ein Fußboden aus schwarz poliertem Stein. Derselbe nemlich reflektiert gleichwie ein Spiegel und wird dereinst beleuchten den
allerbestens informiereten und dem beliebten Leser und der noch geliebteren Leserin seine Grüsz biss zum nächsten Mahle entbietenden
Barthel Michaelis, Rokokoblogger