Artikel-Schlagworte: „residenz“
Dienstag, 14. Juni 2011
Auserlesene Schoppen- und feinere Weine perlen in die Glaskelche. Darzu kochen die Schmankerl-Specialisten der Residenz-Gaststätten auf – ein freudig Sommerfest der Sinne!
Das Weinfest im Hofgarten der Würzburger Residenz
Montag, 27. Juni bis Sonntag, 3. Juli 2011
jeweils von 15.00 – 23.00 Uhr
Weitere Informationen:
Staatlicher Hofkeller | Tel.: 0931-3050931


Schlagworte:hofgarten-weinfest, residenz, staatlicher Hofkeller
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Mittwoch, 20. Oktober 2010
Nun lautet mein Pakt ja: Wenn ich dem Internetze getreulich genug Bericht erstatte von den Bau-Arbeiten an der Residenz Gaststätten, so sey es mir erlassen, mich als Geist von jedermann und jedem an gaffen zu lassen. Bisweilen jedoch wäre es mir lieber, für alle sichtbar zu wandeln, jedenfalls inbetreffs des Kellers.
Der reichet von der Vorbereitungsküche, wo bald das große FondsSieden und Gemüse Schnetzeln ausbrechen wird, durch mannigfaltige Gänge und Abzweigungen bis hin zum Getränkelager. Und auf der gesambten Strecke nun wuseln gleichzeitig umeinand die Herren Spengler, Maler und Isoliererer, von den enigmatischen Elecktrickern zu schweigen, sodann Lieferanten von Kühlhausteilen, auf einem Boden kriecht jemand mit dem Zollstock in der Faust über einen Plan-Riss, während ein anderer sich nach der fünf Meter hohen Decke streckt.
Es ist kein schönes Gefühl, wenn alle paar Minuten lang ein lebender Mensch durch meinen corpus hindurch schreitet. Und meine lieben Bauherren nennen diesen Zustand: „Es werden gerade die letzten Löcher geschlossen.“ Ich nenne das, wenn ich einmal von meinem bedauernswerten Zustand absehe: eine choreographische Meisterleistung
und entbiete dem beliebten Leser und der noch geliebteren Leserin meine Grüsz biss zum nächsten Mahle als der stets allerbestens informierete

Schlagworte:choreographische Meisterleistung, Keller, Löcher, residenz
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Donnerstag, 30. September 2010
Post aus dem fernen Südamerika ist eingetroffen.
Kaum zu glauben: Dort versammelten sich Menschen aller Länder, um über die Burgen, Schlösser und Kirchen der ganzen Welt zu conferieren – und zwar über jedes alte Gemäuer einzeln! Und aus dem Urwald erscholl die Stimme dieser Experten, in Würzburg sei die
„Anzahl der Parkplätze auf dem Schlossplatz deutlich zu reduzieren, um die visuelle Integrität auf dem Residenzplatz zu verbessern“.
Dem Ruf kann sich die Residenz-Gaststätten nicht verschließen. Geöffnet haben wir deshalb – nein, noch nicht die fränkische und internationale Küche mit ihren Schmankerl-Highlights für die trendige Ausgeh-Gesellschaft und den Frankenwein zu Hochzeitsfeiern und anderen Catering-Events… – sondern das rückwärtige Portal, den Eingang zum Draußenschmausen. Ist er nicht visuell integer?
fragt der stets allerbestens informierete und dem beliebten Leser und der noch geliebteren Leserin seine Grüsz biss zum nächsten Mahle entbietende

Schlagworte:Biergarten, Burgen, Parkplätze, residenz, Schlösser, UNESCO
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Sonntag, 26. September 2010
Nun habe ich die Verhältnisse zwischen den Sternen oder Superstars einerseits, andererseits der so genannten Cru und drittens den SchauLustigen um sie herumb genau beobachtet und analysiert. Und ich war mir sicher: Die Cru soll die SchauLustigen von den Sternenmenschen ab halten, damit die „Stars“ heimlich ihre alten Kleider auftragen können. (Wegwerfen darf man heute nichts mehr, nachdem es eine „Umwelt“ giebt.) Der Kameramann und die Seinen verhindern, dass 100e von Leuten die Stars sehen.
Dachte ich.
In Wirklichkeit ist es aber so: Der Kameramann macht gerade sehr wohl, dass Millionen Zuschauer die Sterne betrachten! Hat die Welt derley schon gesehen?! Die Cru macht dies mit allerhand technischen Vorrichtungen, Kränen, Schienensträngen, camerae obscurae gar… Als wahrer Mann der Neuzeit wollte ich mir dieses equipement gerade erläutern lassen und mich zu diesem Behufe sichtbar machen, da sprach wer in meiner Nähe: „Ein Geist müsste man sein, dann könnte man der Milla Jovovich mal unter die – Perücke gucken.“
Diesen Wunsch erfüllte ich ihm gern als
der endlich wieder allerbestens informierete und dem beliebten Leser und der noch geliebteren Leserin seine Grüsz biss zum nächsten Mahle entbietende

Schlagworte:Dreharbeiten, Hollywood, residenz
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Freitag, 17. September 2010
Das sind mir ja feine Aussichten! Direkt vor meiner Nase klabautern Menschen um die Würzburger Residenz herum, zum Theil aufs altmodischste verkleidet und angethan mit Wämsen, welchselbige zu meines Lebens Zeit niemand hätte tragen mögen, oder sich in Grund und Boden geschämt.

Hier jedoch posieren sie in ihren uneleganten Uniformen. Zum Glück werden die meisten DreharbeitsSchauLustigen hundert Schritt von ihnen entfernt gehalten und erkennen die gröbsten Geschmacklosigkeiten ihrer einfallslosen Habite nicht.
Andere Unverkleidete dürfen sich diesen „Sternenmenschen“, wie sie geheißen werden, jedoch sehr arg nähern. Diese bilden die Cru. Was genau die grand cru ins Werk setzt, habe ich noch nicht vollends begriffen, bemühe mich aber bald wieder zu sein
der allerbestens informierete und dem beliebten Leser und der noch geliebteren Leserin seine Grüsz biss zum nächsten Mahle entbietende

Schlagworte:Hollyburg, Kasperletheater, residenz, Würzwood
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Montag, 13. September 2010
Kaffeemahlen, Glaciertes zubereiten, Spanferkel rösten, all dies war mir bis itzo unterm Namen Dreharbeiten bekannt. Dreharbeiten brachten die Küche voran. Nun ist genau das Gegenteil als Fall eingetreten, denn was der Mensch des 21. Jahrhunderts unter Dreharbeiten versteht, bringt den Fortschritt der Residenz-Gaststätten zum Erliegen. Die Menschen verfertigen nämlich vor meiner Haustür ein Theaterstück besonderer Art, eigentlich weniger ein Theaterstück als eine Mischung aus Bilder-Gallerie und Romanbuch, welches sich „Film“ nennt.
Aus irgendwelchen Gründen scheint es den „Film“ zu stören, wenn diese wunderbaren neuen Zaubergerätschaften wie Betongmischer seinen Hintergrund zieren.
Also mussten diese herrlichen Maschinen von der Bildfläche verschwinden.
Erst habe ich der Gegenwart den Vogel gezeigt, dann hat man mich beschwichtigt und gesagt, die „Dreharbeiten“ wären sicher ganz in meinem Sinne, würden sie doch das Leben meiner Zeit wieder zur Anschauung bringen.
Da bin ich aber gespannt und grüße als der noch nicht vollständig Informierete den beliebten Leser und die noch geliebtere Leserin biss zum nächsten Mahle
Schlagworte:Dreharbeiten, Hollywood, residenz
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Freitag, 27. August 2010

Mitten in der Baustelle knien sie zur Zeit und machen sich doch nicht staubig – die Helden von Tiepolos Kaiserhochzeit. In der Residenz-Gaststätte erprobt das Freskenpersonal die Raumwirkung. Denn ein kolossales Wandgemälde, eine Kopie der Rokokokunst, soll demnächst die Speisesäle zieren.
Noch gibt es diese Kopie aber gar nicht, sondern nur das Original, und das muss naturellement am Orte bleiben. Zum Glück für die heutigen Bauhandwerker fand sich in der Residenz dann aber doch ein recht neuer und gut erhaltener Wandschirm, der die Heirat Barbarossas vom Kaisersaal hinab abkonterfeit. Während der Restauration des Meisterwerks diente dieses ein Dutzend Quadratmeter und mehr messende Bild dazu, die Besucher, die zum Bestaunen des gantzen Schlosses gekommen waren, zu trösten. Eben dieses farbige Tuch ward unseren Bauherren ausgeliehen.
Studieren lässt sich auf dem Kunstwerk nicht nur die Perspektive des Saales, sondern auch, dass das Heiraten doch eine recht ernsthafte Angelegenheit darstellt. Und dass sein Urheber sich in venezianischer Heiterkeit über just diesen Ernst doch ein wenig arg augenzwinkernd erhaben dünkt.
Daher ich meinen Herren Barthelmes und Berghammer empfehle, ein ander Motiv zur Schmückung des Schmausehauses zu wählen. Den Appetit anregender sollte es an der Stirnwand zugehen
. Mein Liebling ziert ja das Schlosstreppenhaus – die schöne Korbträgerin
rät an der allerbestens informierete und dem beliebten Leser und der noch geliebteren Leserin seine Grüsz biss zum nächsten Mahle entbietende

Schlagworte:Hochzeit, residenz, Residenz-Gaststätten, Tiepolos, würzburg
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Freitag, 6. August 2010
Letzte Woche wollte ich wieder einmal so recht von Herzen klassisch spuken gehen und hatte mir dazu die Stelln ausersehen, welchselbige einem jeden Geist das Herz im Wamse höher schlagen lässt: den Dachboden der Residenz-Gaststätten. Ich sah mich schon vergnügt vor mir, wie ich mit langgezogenem Huuuhuuuu und vielen Visitezmatenten poltern würde.
Wer aber beschreibt meine Bestürzung, als ich sahe: Im gesambten Oberstübchen ist gar kein Platz mehr, um gespenstisch durch lange Gänge zu fegen! Alles stand voll mit riesenhaften Kanistern, ZinkBlech-Aufwölbungen und Spenglerarbeiten der artigsten Sorte. Hier ein Steuerschrank, dort eine Pumpmaschine, Kabel allüberall!
Und zwar sowohl der Boden direkt unterm First als auch die darunter liegenden Gesindestuben – alles ist nun voll gepackt und gespickt mit einer einzigen, gigantischen und eminent komplizierten Entlüftungsanlage.
Wenn ich einmal raten darf, was im Herbst in unserer Residenz’ Gaststätten wehen wird, dann sag ich eins: ein sauberes Lüftchen, von dem man in den Gassen der Barockstadt nicht zu träumen gewagt hätte.
Dies sagt voraus der stets allerbestens informierete und dem beliebten Leser und der noch geliebteren Leserin seine Grüsz biss zum nächsten Mahle entbietende

Schlagworte:Geheimnis, residenz, Residenz-Gaststätten, würzburg
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Samstag, 3. Juli 2010
Nun nahm ich den gestrigen Abend zu Nutze um das Faszinosum des Mangels an der Damenkörper verhüllenden Tuchs weiter zu ergründen. Meinte ich erst, dass die Weber und Spinner die Stadt verlassen haben mögen, so war mein zweiter Gedanke, dass die Männer ihren Frauen kaum einen Gulden für Stoffe überließen.
Doch ich täuschete mich. Nicht nur, dass die heutigen Damen selbst für ihren Lebensunterhalte arbeiten müssen, es isset gar so, dass je weniger Meter des Stoffs verwendet werden, ein desto größeres Maß an Geld müsse die Frau dafür zahlen. Meiner Seel, wie hat sich die Welt seit Meister Balthasars Zeiten geändert.
Nicht also die armen Damen standen dicht gedränget am Brunnen im Hofgarten mit ihrem Cavaliere und ließen mich an einem Abend mehr jungfräuliche Haut sehen als weiland zu meinen gesamten Lebzeiten. Nein, es waren gutgestellte Bürgerinnen von Würzburg, wohlmöglich von edler Geburt. Des Tags allenthalben züchtig gekleidet ihrem Werk und Thun nachgehend, verwandeln sie sich des Abends in freizügige und schöne Schwäne, ließen sich von dem Staube und der Hitz nicht stören und genossen bis spät in die Nacht gar manches Glas der fränkischen Träublein.
Noch weiß ich nicht ob ich dieser jüngsten Sitten verschreckt oder angezogen sein solle, aber seit gewiss — mehr gewisse denn je –, dass ich diesem Phänomene auf der Spur bleiben werde. Dafür verbürgt für gewiss
stets allerbestens informieret und dem beliebten Leser und der noch geliebteren Leserin seine Grüsz biss zum nächsten Mahle entbietend Eur

Schlagworte:damen, hofgarten, residenz, weinfest, würzburg
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Freitag, 2. Juli 2010

Zum guten Trunke findet man auf dem Hofgarten-Weinfest auch vielerlei Gaumenkitzel. Die Residenz-Gaststätten ersannen ein Bewunderns-würdiges System, um all die verschiedene Speis mit Fleiß an die genießenden Massen zu bringen. So hat unsere neue Hofküche eigens schöne Reisezelte aufschlagen, alle in einer langen Reihe, und darinnen walten die Cavalier- und Ritterköche, Zehrgeber, Bratenmeister, Hausköch, Silberdiener und Zinnwarte – beziehungs Weise ihre heutigen Nachfahren.
Sie alle vertragen sich sehr gut mit den Zuckerbäckern, welche zu meiner Zeit neben der Hofküchen ein eigenes Amt gebildet. Das war nicht immer leicht für meine Persona, hier die Oberaufsicht über beedes, Hofküch wie Zuckerbackerey zu wahren.
Umso fröhlicher sehen wir die Backmeister der heutigen Zeit ihre süßen Kuchen fertigen. Am meisten ergötzt es mich, dass der Französische Pfann-Kuchen sich auch unter den Menschen des dritten Jahrtausends einer zungenschnalzenden Beliebtheit erfreut. Solches verbürgt für gewiss
stets allerbestens informieret und dem beliebten Leser und der noch geliebteren Leserin seine Grüsz biss zum nächsten Mahle entbietend
Barthel Michaelis, Rokokoblogger
Schlagworte:Bratenmeister, Cavalierkoch und Ritterkoch, Hauskoch, hofgarten, hofschoppen, residenz, Silberdiener, weinfest, würzburg, Zehrgeber, Zinnwarte
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