Ernte im Farbfeld

13. August im Jahre des Herrn 2010

Dieser Tage bereitet es ein besonderes Vergnügen, den künftigen Residenz-Gaststätten (diesem Würzburger Nightlife-Highlight in puncto Weinkultur und Event-Catering) einen Besuch abzustatten. Es stellte sich den Ausstattern dieser Gastro-Location (fürs Hochzeiten-Feiern und andere Feste und Feten) die Frage: rot oder blau?

rot oder blau?Die Wände nach außen hin, zu Park und Parkplatz, ließen sich im Innenraum probehalber rasch in der fraglichen Farbe anstreichen. Allein, ein Einbau in der Saalmitten, der Aufzug neben der langen Theke, der fehlte noch. Um den endgültigen Eindruck jetzt schon herbei zu zaubern, scheute man keine Mühe: Holzverkleidungen wurden bis zu der vier Meter hohen Decke auferrichtet, nur um eine Simulation zu haben und dies Carree dann einfärben zu können. Und hinterher wieder abreißen.
Immerhin, so kam man auf die Lösung: ein tiefes Tintenblau und ein Rot (nüanziert zwischen dem Ziegel- und dem königlichen Sammet-Ton) – dies beides zusammen steht den Räumen am besten.
Trotz der dunklen Farben werden die Gasträume licht genug sein. Dafür sorgen nicht nur erfindungsreiche Lampen, sondern auch ein Fußboden aus schwarz poliertem Stein. Derselbe nemlich reflektiert gleichwie ein Spiegel und wird dereinst beleuchten den
allerbestens informiereten und dem beliebten Leser und der noch geliebteren Leserin seine Grüsz biss zum nächsten Mahle entbietenden
Barthel Michaelis, Rokokoblogger

 

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